Behandlungsdauer der Blitzlampen-Epilation
Die Dauer der Blitzlampen-Epilation hängt ähnlich wie bei der Laser-Epilation von verschiedenen Faktoren ab:
- die Voraussetzungen für die Blitzlampenepilation hinsichtlich der Haut- und Haarfarbe
- den Wachstumsphasen der Haare
- dem Körperareal
- bei Frauen dem Hormonstatus.
Um eine Blitzlampen- oder auch Laser-Epilation durchzuführen muss grundsätzlich ein ausreichender Kontrast zwischen Haut- und Haarfarbe vorhanden sein. Je größer der Kontrast ist, desto erfolgreicher und effektiver kann behandelt werden. Ideal ist eine sehr helle Haut und dicke schwarze Haare. Je dünner und heller die Haare sind, desto weniger Energie können sie bei der Behandlung absorbieren. Für eine permanente Haarentfernung ist jedoch eine bestimmte Energie notwendig, um erfolgreich die Haare zu entfernen. Die mangelnde Absorptionsfähigkeit der Haare kann im Endeffekt nur mit mehr eingesetzter Energie ausgeglichen werden. Dabei gibt es zwei Probleme: zum Einen arbeiten viele Blitzlampen nur mit geringen Energien, so das vom Gerät her zu wenig Leistung vorhanden ist und zum Anderen begrenzt die Hautfarbe die maximal einsetzbare Energie. Je dunkler die Haut ist, desto weniger Energie darf eingesetzt werden, da ansonsten die Gefahr einer Hautverbrennung besteht.
Bei guten Voraussetzungen für die Epilation muss mit ca.4-6 Behandlungen gerechnet werden. Genau wie bei der Laser-Epilation hängen die Behandlungsabstände vom Körperareal ab, dass enthaart werden soll, da die Wachstumsphasen der Haare variieren. Eine Gesichtsbehandlung kann schon nach 4 Wochen wiederholt werden, die Beine dagegen erst nach mind. 3 Monaten, da die Haare dort langsamer wachsen. Bei manchen Frauen kommt zusätzlich das Problem der Hormonverteilung im Körper hinzu. Viele Frauen mit Überbehaarung leiden unter einem sogenannten Hirsutismus, d.h. eine Überbehaarung aufgrund zu vieler männlicher Hormone. Häufig trifft dieses Problem südländische Frauen und bedarf im Vorfeld einer Abklärung. In der dauerhaften Haarentfernung können immer nur die momentan vorhandenen Haare entfernt werden, aber keine sogenannten schlummernden Haarfollikel. Im Laufe der Evolution hat sich zwar unsere Behaarung vom Fell zurückentwickelt, aber die Haarwurzeln sind immer noch vorhanden. Im Laufe des Lebens können sich diese schlummernden Haarfollikel aktivieren und Haare produzieren. Dies geschieht vor allem sehr stark beim Hirsutismus, wo durch zu viele männliche Hormone ein männliches Haarmuster entsteht und mehr Haare wachsen. Solche Faktoren beeinflussen natürlich das Ergebnis der Haarentfernung und kann die Menge der Sitzungen deutlich erhöhen. Wenn ein solches Problem besteht, sollte ein Gynäkologe oder Endokrinologe aufgesucht werden, um den Hormonhaushalt nach Möglichkeit wieder in Ordnung zu bringen.



